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Der eigene Laden ist das Zentrum der Marke und des eigenen Unternehmens. Hier trifft der Kunde persönlich direkt auf Produkte und erlebt diese live. Dies war auch schon im 19. Jahrhundert der Fall, als erste Passagen zum Einkaufen entstanden und wir in in den 60er Jahren in Kaufhäuser einkaufen gingen. Innovationen wie die Einführung der Kreditkarten und eigens entworfenen Store Konzepten entwickelten das Einkaufen weiter. Musik wurde in Filialen gespielt und nach und nach zog der Massenkonsum ein, sodass Shopping über die Zeit zum Ort der Sozialisierung und zum Zeitvertreib wurde. Wo der Erfolg eines Händlers früher noch am Umsatz pro Quadratmeter gemessen wurde, kann dies heute nicht mehr als Maxime gelten. Diese Gewissheit setzt sich nach und nach durch. Doch damit fängt die Gestaltung eines modernen Ladengeschäfts erst richtig an. 

Wie kaufen Sie ein? Was erwarten Sie bei Ihrem Einkauf?

Gut möglich, dass Sie vor fünf oder zehn Jahren anders geantwortet hätten als Sie es heute tun. Daraus lässt sich schnell schlussfolgern: Wie sich unser Kaufverhalten über die letzten Jahre verändert hat, sollte sich das Ladengeschäft mit verändern. Insbesondere wenn er Konkurrenz, wie in Form des Internets bekommen hat. Zumindest theoretisch. Denn in der Praxis sollte man das Internet und die damit verbundenen Möglichkeiten wie Online Shopping nur bedingt als Konkurrenz betrachten. Viel mehr sollte das Ladengeschäft von heute die Möglichkeiten der Digitalisierung als Möglichkeit sehen den Kunden eine bessere Costumer Experience zu ermöglichen.

So ist es empfehlenswert, den eigenen Laden aus neuen Perspektiven zu sehen und neu zu verstehen: Anstelle des Ortes an dem der reine Warenaustausch stattfindet, wird das Geschäft zum Ort, an dem sich Kunden inspirieren lassen können. Produkte und Stimmung der Marke können kennengelernt werden, sodass eine emotionale Bindung zum Produkt aufgebaut werden kann. Durch Ausprobieren können Kunden Informationen einholen, die online nicht verfügbar sind. Fragen zum Klang der Musik aus den Boxen oder zur Passform der Hose können so beantwortet werden. In dem Zuge sollte man den modernen Laden als Teil der Costumer Journey verstehen, der nicht zwangsläufig dort endet bzw. startet. So können Kunden ausschließlich mit dem Ziel vorbeikommen Produkte aus dem Online Shop live kennen zu lernen um diese dann online zu kaufen.  

Ganz essentiell: Digitalisierung ist kein Selbstzweck! Ziel muss immer der Mehrwert für den Kunden im Ladengeschäft sein. Kunden und Kundinnen müssen noch besser informiert und noch glücklicher den Laden verlassen.

Martin Leandro Flöel

Doch mit welchen konkreten Maßnahmen das eigene Geschäft digitalisieren und was sollte das Ziel eines digitalisierten Geschäfts sein? Ganz essentiell: Digitalisierung ist kein Selbstzweck! 

Ziel muss immer der Mehrwert für den Kunden im Ladengeschäft sein. Kunden und Kundinnen müssen noch besser informiert und noch glücklicher den Laden verlassen. Selbstverständlich kann Digitalisierung auch im Hintergrund Wunder wirken. Doch am Point of Sale zählen Innovationen wie Click and Collect. Auch die Möglichkeit, bei näherem Interesse durch scannen mehr Informationen wie Verfügbarkeit über ein Produkt zu erfahren oder ähnliche Artikel vorgeschlagen zu bekommen können sehr gut beim Kunden ankommen. Auch die Einbindung von Social Media in das Ladenkonzept kommt sehr gut an. Gerne teilen Menschen von ihren neuen Errungenschaften Fotos mit ihrer Community. Warum also nicht den Kunden dazu einladen gleich im eigenen Laden den Follower den Eindruck vermitteln: Hier shoppt es sich gut!

Der aktuell aber wichtigste Bereich der Digitalisierung im Ladengeschäft fällt auf die Kassensysteme und Zahlungsabwicklung. Hier besteht auch besonders großes Potential die eigenen Kunden glücklicher zu machen. So können Self-Check-Out Kassen lange Warteschlangen und Wartezeiten ersetzen. Aber auch die direkte Zahlungsabwicklung über das eigene mobile Endgerät lässt Warten der Vergangenheit angehören. Damit wird man auch den Ansprüchen gerecht, die Kunden heute aus dem Internet gewohnt sind: schnell und einfach. 

In der Fortsetzung dieses Artikel zeigen wir Ihnen 3 konkrete Maßnahmen, die Sie in Ihrem POS integrieren können und sollten – bleiben Sie also dran und abonnieren Sie unseren Newsletter:

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